Δύο μαγικές συνταγές από ιατροσοφικό-μαγικό κώδικα των Τρικάλων (Journal article)

Τσαγγαλάς, Κωνστ. Δ.


In dieser Abhandlung werden zwei magische Rezepte veroffentlicht und auf volkskundlicher und religionsgeschichtlicher Basis kommentiert und er- Iautert. Die Rezepte wurden aus dem “Codex Tricalinus” ausgewahlt, der von demselben Autor in der Zeitschrift “Trikalina” (15. Band, 2. Teil, S. 203-326) publiziert und kommentiert worden ist. Im ersten Rezept unter dem Titel “Uber Zauber und Magie” wird ausfiihr- lich ein Gegenzauber beschrieben, der angeblich einem behexten und erkran- kten Menschen den Zauber losen und ihn dadurch heilen konnte. Im zweiten Rezept unter dem Titel “Uber einen besessenen Menschen” wird auch eine antimagische Handlung beschrieben, durch die man angeblich den Besessenen heilen konnte. Beide Rezepte, mit einem philologischen Kommentar (apparatus criticus) versehen, werden analysiert und ihre Motive und Elemente werden ausfiihr- lich und im Vergleich mit der entsprechenden miindlichen und schriftlichen Uberlieferung kommentiert und erlautert. In eigenen Kapiteln werden behandelt: 1. die Auswahl der Zeit und des Ortes fiir die antimagische Handlung (Gegenzauber), 2. die Auswahl und Vorbereitung^ der Gegenzaubermittel, 3. der Ritus (das Zeremoniell) der antimagischen Heilbehandlung, 4. die Schutzmittel (Phylakterien), 5. die MaBnahmen (VorsichtsmaBregeln) zum Schutz des angeblich Geheilten gegen Zauber in der Zukunft etc. Das herrschende Heilmittel und das Hauptmotiv in beiden Rezepten ist die kultische Reinheit, die mit der rituellen Reinigung (Kathartik) durch Wasser erreicht und mit der Befolgung fdr eine bestimmte Zeit einiger prohibitiven Bedingungen bewahrt werden kann. Solche Bedingungen-Verbote sind im allgemeinen die Folgenden: 1. der Abstand von sexuellen Kontakten, 2, ein spezielles Fasten (Vermeidung bestimmter Speise und zwar nicht derselben wie beim Fasten in der christlichen Religion), 3. keine Annaherung an Leichen, Wochnerinnen und Musikinstrumente (d.h. keine Teilnahme an Unter- haltungen mit Musik), 4. iiber Briicke nicht gehen und 5. Gewasser nicht Uberqueren. Nach dem zweiten Rezept, ist es moglich, solche Krankheiten, welche durch den Eingang von Damonen in den menschlichen Korper (nach der Volksauffassung) hervorgerufen werden, mit der rituellen Reinigung des Kranken durch Wasser und geweihtes Ol und mit anderen antimagischen Handlungen (Analogiezauber) zu heilen. Es handelt sich in diesem Fall urn einen Volksglauben, der noch heute lebendig ist und viele Kranken (Epileptiker u.a.) zu den heutigen Exorzisten (hauptsachlich Priestem) und den Heilzauberem, anstatt zu den Arzten,fiihrt, die die Leichtglaubigkeit dieser Menschen finanziell ausniitzen.
Institution and School/Department of submitter: Πανεπιστήμιο Ιωαννίνων. Φιλοσοφική Σχολή. Τμήμα Ιστορίας και Αρχαιολογίας
Keywords: -
URI: http://olympias.lib.uoi.gr/jspui/handle/123456789/6346
Publisher: Πανεπιστήμιο Ιωαννίνων. Φιλοσοφική Σχολή. Τμήμα Ιστορίας και Αρχαιολογίας
Appears in Collections:Τόμος 22 (1993)




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