Μαρτυρίες για την ηγεμονική προβολή του πύρρου στο ιερό της Δωδώνης (Journal article)

Κατσικούδης, Ν.


In der Ausstellung des Museums von Ioannina befindet sich das Relief (Taf. la-b) Inv. Num. 4612; es wurde am Tempel des Herakles in Dodona gefunden und wird in der Zeit des Pyrrhos datiert. S. Dakaris hatte es als eine Metope von dem einzigen dorischen Tempel in Dodona bezeichnet. Aus den vorliegenden Untersuchungen geht hervor, daB das Relief unfertig (Hemi- teles) geblieben ist; es scheint, daB das Relief nicht als dorische Frieze verwendet wurde. Aufgrund seines Stils laBt es sich in die erste Halfte des dritten Jahrhunderts datieren, in die Zeitspanne der Regierung von Pyrrhos. Auf dem Relief von Dodona ist vielmehr Herakles mit Hydra, Iolaos und der Krebs zu erkennen. Das ikonographische Thema konnte ein konkreter Hinweis daraufhin sein, daB es fiir «propagandistische» Zwecke genutzt wurde und diente den herrschaftlichen und politischen Planen von Pyrrhos. Nach literarischen Quellen (Cassius Dion 40, 28; Ioannis Zonaras 8, 4, 3) verglich Pyrrhos die Romer mit der Hydra. Daraus laBt sich entnehmen daB das Relief als Pyrrhos Stiftung an Dodona zu betrachten ist. Demzufolge strebte Pyrrhos an, gemeinsam mit den anderen Diadochen gegen die aufkommende Macht von Rom zu kampfen. Pyrrhos Politik, wie bekannt, war an Griechenland und an dem grie- chischen Westen orientiert. Er bemiihte sich diese Politik auf verschiedenen Ebenen und insbesonders durch kulturpolitische «MaBnahmen» zu realisieren. Im Rahmen seiner kuiturpolitischen Bemiihungen laBt sich auch der Ausbau der dodonaischen Statte des alterwiirdigen Zeusorakels inte- pretieren; sein Ziel war das uralte Heiligtum als panhellenisches Zentrum hervorzuheben. Ihm wird ebenfalls der Ausbau derneuen Umfassungsmauer und der Stoa des Zeustempels (Abb. 3, 4), sowie der Ausbau bzw. die Aufsicht des groBen Theaters (Abb. 7) zugeschrieben. Des weiteren, um seine politischen Anspriiche auBerhalb von Epiros auszudehnen, fiihrte er religiose Neuerungen ein. In diesem Sinne lassen sich die Einfiihrung des Herakleskultes und der Kult von Aphrodite Aenias im Heiligtum von Dodona sowie die Einrichtung von beiden Tempeln A und Λ (Abb. 1,2,5) erklaren. Zu diesem Zweck hangte er die von den Romem und Makedoniem erbeuteten Schilden an den Saulen der Stoa vom Zeustempel auf. Dadurch strebte Pyrrhos an, seinen siegreichen Zug zu demonstrieren. Eine weitere indirekte Form der herrschaftlichen Representation ist die Einrichtung eines Ehrenmonumentes eventuell fur Ptolemaios I. Hinzu kommt die Emeue- rung der Naia Festen zu Ehren von Zeus. Die obige Kulturpolitik von Pyrrhos im dodonaische Heiligtum, aber auch im ganzen Epirus, brachte seinen politischen Scharfsinn zutage. Sein abrupter Tod setzte diesen Ambitionen ein friihes Ende.
Institution and School/Department of submitter: Πανεπιστήμιο Ιωαννίνων. Σχολή Φιλοσοφική. Τμήμα Ιστορίας και Αρχαιολογίας
Keywords: -
URI: http://olympias.lib.uoi.gr/jspui/handle/123456789/6093
Publisher: Πανεπιστήμιο Ιωαννίνων. Σχολή Φιλοσοφική. Τμήμα Ιστορίας και Αρχαιολογίας
Appears in Collections:Τόμος 26 (1997)




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